Mittwoch, 7. August 2019




In genau 12 Tagen ist mein Mann vor genau einem Jahr ausgezogen. Ich habe danach noch 2 Wochen lang aktiv darum gekämpft, ihn wieder zu bekommen, dass er versteht, dass es nicht nur an mir liegt dass er unglücklich ist, sondern dass er etwas dafür tun muss, dass es uns zusammen gut gehen kann. 
Doch das wollte er nicht. 
Mein Mann wählte es, seine Medikamente ab zu setzen, einen psychotischen Schub zu bekommen und sich eine neue Freundin zu suchen, alles nebenher dass er mich anschrie auf offener Straße, mir vorwarf, ich wäre zweifach fremd gegangen, ich würde alles kaputt machen. 
Zweimal habe ich meine Gesundheit aufs Spiel gesetzt um die Familie zusammen zu halten, doch vor einem Jahr, in 12 Tagen und zwei Wochen, da habe ich ihn gebeten aus zu ziehen und zu sich zu kommen. Ich konnte und wollte mich nicht mehr verbiegen. Ich war es leid, so zu tun als wäre es ok, dass er mich mit allem was er tat und sagte degradierte, mich nicht als Partnerin sah, sondern nur als Accessoire in SEINEM Leben. Ich selber, war schon lange kein gern gesehener Gast auf dieser Party mehr. 
Vor 353 Tagen also, ist er ausgezogen und 14 Tage später noch einmal. Wenn sie ihn fragen, ist er niemals zurück gekommen, hat er nie gelogen, betrogen oder manipuliert um mich fertig zu machen und doch ist all das passiert. Im November hat er mir die neue Freundin präsentiert und kurze Zeit später ist er zu Ihr gezogen. Aber ich soll fremd gegangen sein. Selbst heute noch kann er mir nicht in die Augen sehen, geschweige denn normal mit mir reden. 
Aber ich sitze hier und bin traurig. Und ich weiß nicht warum. Sind es die 18 Jahre die ich verloren habe? Ist es das Gefühl des Versagens? Ich weiß es nicht, aber ich weiß dass es mein Herz zerreißt, dass ich in 23 Tagen die gemeinsame Wohnung aufgeben werde, hier ausziehen werde und eine neue Ära beginnen werde, ganz alleine, ohne ihn und ohne festen Freund. 
Ich habe wundervolle Freunde, Freunde die mich lieben und unterstützen, aber ich will das hier alleine schaffen, mich durch das Chaos ganz alleine kämpfen und ich werde das schaffen, so wie ich alles andere auch schaffen werde! Aber es tut mir weh, es zerreißt mich gar und ich weiß, es ist jetzt erst dass ich Abschied nehme, es fällt mir schwer seine Sachen aus zu sortieren, weil ich ihn damit aus meinem Leben werfe. Und doch muss ich es tun, denn er gehört hier nicht mehr hin. 
Ich liebe unsere gemeinsamen Kinder und damit liebe ich auch immer einen Teil von Ihm, den Teil, den er bei mir gelassen hat, und das ist gut so. Ich vergebe Ihm, denn er hat meinen Haß nicht verdient, genauso wenig wie er meine Liebe verdient hat. Aber meine Kinder, die haben alle Liebe verdient, die sie auf dieser Erde bekommen können und ich werde sie ihnen geben! 
Mein Herz tut heute weh, so weh, dass ich mir wünschen würde jemanden an meiner Seite zu haben, der mich in den Arm nimmt und tröstet, aber ich bin zu stolz um meinen Freunden Bescheid zu geben. Ich bin zu stolz um meinen Schmerz zu zeigen. 
Ich schreib doch hier darüber sagen sie? Ja, aber wer sind sie schon? Sie kennen mich nicht und können frei über mich urteilen ohne dass das irgendetwas an meinem Leben ändert. Und dafür danke ich ihnen. 
Danke fürs Teilen und danke fürs Lesen. Mein Leben geht weiter und wie mit so vielem muss man durch großen Schmerz um zu großer Freude zu gelangen... Ich hoffe, ich kann sie in einem Monat teilhaben lassen an meiner Einweihungsparty und an großer Freude, anzukommen in meinem neuen Leben!
Denn diese kleine dicke Mami weint jetzt vielleicht und ist furchtbar traurig, aber diese kleine dicke Mami weiß auch, die Zeit vergeht und ich werde drüber hinweg kommen. So wie ich über alles hinweg komme... Denn ich bin wild, frei und stark! Kommt und seid es mit mir gemeinsam!

2 Jahre, 2 Wochen und 2 Tage später...

747 Tage nach meinem letzten Eintrag. Ich habe  2 Jahre, 2 Wochen, 2 Tage gebraucht, um nocheinmal hier her zu finden und meinen alten Eintr...